[{"content":"Im Juni eröffnete ein neues soziales Netzwerk die Tore. Ein Netzwerk aus dem Herzen der Europäischen Union, mit hohem Anspruch an Datenschutz und Qualität. W-Social ist sein Name, und das W hat seine Bedeutung. Es steht vor X, dem Social Network von Elon Musk (ehemals Twitter). Aus dem W wiederum lassen sich die beiden Buchstaben VV ableiten. Diese stehen für Value und Verify. Verify ist das Alleinstellungsmerkmal des Netzwerks. Alle Teilnehmer müssen sich über ein Live-Video und einen Ausweis identifizieren, sonst bleibt der Zugang versperrt. Dabei werden (angeblich) die Identitätsmerkmale gelöscht und durch ein Token ersetzt. Der Code der Plattform ist, im Unterschied zu Mastodon im Fediverse, proprietär und verschlossen. Das Geschäftsmodell soll Werbung sein, dazu Micropayments für Artikel hinter Bezahlschranken — beides angekündigt, beides unerprobt.\nDurch die Verwendung des von Bluesky erdachten AT-Protokolls sind die Nutzer von Bluesky sofort dabei. Damit ist das neue Netz zu Beginn keine Geisterstadt, was eigentlich gut ist. Es gibt aber auch einen geschlossenen Bereich in W-Social, in dem nur „die identifizierten Mitglieder von W-Social“ dabei sind. Also, um es polemisch zu sagen: Es sind die blauen Häkchen von X, die aber diesmal funktionieren sollen.\nWer steht hinter der Plattform? # Hinter der Plattform stehen die frühere eBay-Managerin Anna Zeiter und der schwedische Unternehmer Ingmar Rentzhog; der Firmensitz ist Stockholm. Als Geldgeber wird ein schwedisches Medienunternehmen genannt, mit an Bord sind Leute von Spotify und Ericsson. Aus dem Fediverse kam früh Widerspruch:\nJörg M. @AgilePreacher@norden.social @3sat\nOch Leute, kein einziges Wort darüber, dass W-Social schlagartig kein Open Source mehr ist? Dass sie in einer Nacht-und-Nebel Aktion sämtlichen Code bei GitHub gelöscht haben, was sonst niemand tut?\nOder darüber, dass im Advisory Board einige fragwürdige BigTech-Leute aus dem Silicon Valley und Faschisten- Sympatisanten sitzen?\nSeid ihr gekauft worden?\n19. Juni 2026 7\u0026nbsp;Antw. · 13\u0026nbsp;Boosts · 21\u0026nbsp;Favs Auf Mastodon ansehen Dennoch bleibt die Frage, warum sollte man sich das antun?\nIch gebe zu, dass ich nach etwas nachdenken, es gut finde, dass es zumindest ein Netzwerk gibt, bei dem sich alle Nutzer identifizieren. Es wird niemand dazu gezwungen, da es genug etablierte Alternativen gibt, aber hier ist ein Ort für (hoffentlich) echte Menschen. Diese dürfen, auch nach Identifikation völlig anonym auftreten und alle denkbaren Ansichten vertreten. Als Fan der Meinungsfreiheit, finde ich das auch erst einmal richtig.\nIch finde es weiterhin auch gut, dass es keine Blocklisten gibt. Blocklisten widersprechen der Meinungsfreiheit und verhindern Diskurs. Ich bin sowohl auf X, als auch auf Mastodon unterwegs. Tatsächlich muss ich sagen, dass trotz teilweiser sehr unsachlichen Kommentaren, ich auf X eher das Gefühl habe, mich äußern zu können. Auf Mastodon schwingt die Blockkeule schneller, als man denkt. Sowohl von Usern, als auch von Administratoren.\nBlocklisten widersprechen der Idee der Meinungsfreiheit. Ich möchte weder linke noch rechte Meinungen gefiltert sehen. Ich halte mich und die anderen Teilnehmer für souverän genug, dass diese selbst über das Folgen bestimmen. Jeder soll selbst entscheiden, welche Inhalte interessieren und welche nicht.\nIch mag an w-social auch, dass die Server in Europa stehen und damit den Datenschutzinteressen der Europäischen Union genügen.\nWo Licht ist, ist auch Schatten. Die fehlende Interoperabilität mit dem Fediverse betrachte ich als Nachteil. Diese offene dezentrale Alternative wird ignoriert und es wird sogar so getan, als ob das Fediverse nicht existiert.\nSchlecht finde ich auch, dass w-social proprietär ist. Warum ist der Quellcode nicht offen? Warum werden die Algorithmen nicht offen gelegt. Selbst X ist hier weiter, trotz aller Kritik.\nDennoch hatte ich mich entschlossen: Ich gebe diesem Netzwerk eine Chance. Es könnte eine veritable Alternative zu X werden, dachte ich. Für Politik, Journalismus und den offenen Diskurs auch unangenehmer Themen vielleicht sogar eine gute Plattform. Ich trug mich auf die Warteliste ein. Mehr aber auch nicht.\nEin Monat später # Und nun? Nun ist die erste Euphorie einem nüchternen Blick gewichen.\nRund 50.000 Menschen aus 180 Ländern hatten sich dort eingetragen, das klang nach Aufbruch. In Meldungen war denn auch weiter von Zehntausenden die Rede. Doch die Warteliste ist eben nur eine Warteliste — und wer sich Ende Juni tatsächlich einloggte, fand ein paar Tausend Konten und eine sehr stille Straße. Die Fediverse-Bloggerin Elena Rossini beobachtete einen Zähler, der gerade über 5.000 kletterte; ein anderer, öffentlicher Zähler blieb bei rund 1.850 stehen. Neue Beiträge tröpfelten im Minutenabstand herein. Bekannte Gesichter? Kaum. Die deutsche Android-App stand im Play Store bei 1,5 von fünf Sternen. Und selbst das vergleichbare europäische Projekt Eurosky zählte mit rund 20.000 Konten mehr Zulauf.\nMan muss es so deutlich sagen: Aus dem großen neuen Ding ist bislang eine ziemlich leere Straße geworden. Zwar haben die Europäische Kommission, die EZB und Christine Lagarde brav Konten angelegt — das erzeugt schöne Schlagzeilen, aber keine lebendige Timeline. Und die kritischen Stimmen wurden lauter. netzpolitik.org nannte W-Social trocken „mehr kalter Kaffee als heißer Scheiß“.\nWoran liegt es? Ich vermute, ausgerechnet an dem, was ich anfangs gelobt habe. Die Ausweispflicht, die echte Menschen garantieren soll, ist zugleich die Hürde, die viele abschreckt. Wer bei Bluesky oder im Fediverse ohne Vorzeigen des Personalausweises mitreden darf, überlegt zweimal, ob er einem gewinnorientierten schwedischen Start-up Selfie und Ausweis anvertraut. Und das alte Henne-Ei-Problem bleibt: Ein Netzwerk lebt von den Menschen, die dort sind — und dort sind bislang zu wenige.\nBleibe ich dabei? Ja, vorerst. Ich habe eine Chance versprochen, und ein Monat ist kein Urteil. Eine Beta ist eine Beta, die volle Öffnung ist erst für Januar 2027 geplant. Aber meine Erwartung ist eine andere geworden. Zwischen den Zehntausenden auf dem Papier und den paar Tausend in der Wirklichkeit klafft die eigentliche Geschichte dieses Netzwerks. Ich glaube nicht mehr, dass W-Social das große neue Ding wird. Ich hoffe inzwischen bescheidener: dass es überhaupt ein Ding bleibt.\nWas ist deine oder eure Meinung zu W-Social? Schreibe einen Kommentar auf Mastodon.\n","date":"20. Juli 2026","externalUrl":null,"permalink":"/posts/2026-07-20-wird-w-social-das-neue-grosse-ding/","section":"Beiträge","summary":"Im Juni eröffnete ein neues soziales Netzwerk die Tore. Ein Netzwerk aus dem Herzen der Europäischen Union, mit hohem Anspruch an Datenschutz und Qualität. W-Social ist sein Name, und das W hat seine Bedeutung. Es steht vor X, dem Social Network von Elon Musk (ehemals Twitter). Aus dem W wiederum lassen sich die beiden Buchstaben VV ableiten. Diese stehen für Value und Verify. Verify ist das Alleinstellungsmerkmal des Netzwerks. Alle Teilnehmer müssen sich über ein Live-Video und einen Ausweis identifizieren, sonst bleibt der Zugang versperrt. Dabei werden (angeblich) die Identitätsmerkmale gelöscht und durch ein Token ersetzt. Der Code der Plattform ist, im Unterschied zu Mastodon im Fediverse, proprietär und verschlossen. Das Geschäftsmodell soll Werbung sein, dazu Micropayments für Artikel hinter Bezahlschranken — beides angekündigt, beides unerprobt.\n","title":"Ausweis vorzeigen, dann Stille: W-Social nach einem Monat","type":"posts"},{"content":"","date":"20. Juli 2026","externalUrl":null,"permalink":"/posts/","section":"Beiträge","summary":"","title":"Beiträge","type":"posts"},{"content":"","date":"20. Juli 2026","externalUrl":null,"permalink":"/kategorien/","section":"Categories","summary":"","title":"Categories","type":"categories"},{"content":"","date":"20. Juli 2026","externalUrl":null,"permalink":"/kategorien/gesellschaft/","section":"Categories","summary":"","title":"Gesellschaft","type":"categories"},{"content":"Willkommen. Hier schreibe ich über alles, was nicht in den beruflichen Kontext passt: Gedanken, Beobachtungen, halbfertige Ideen. Kein Algorithmus, kein Tracking, eigener RSS-Feed. Wer mitlesen mag, abonniert den Feed oder schaut gelegentlich vorbei.\n","date":"20. Juli 2026","externalUrl":null,"permalink":"/","section":"Meinung","summary":"Willkommen. Hier schreibe ich über alles, was nicht in den beruflichen Kontext passt: Gedanken, Beobachtungen, halbfertige Ideen. Kein Algorithmus, kein Tracking, eigener RSS-Feed. Wer mitlesen mag, abonniert den Feed oder schaut gelegentlich vorbei.\n","title":"Meinung","type":"page"},{"content":"Es gab eine Zeit, ungefähr von 2006 bis 2024, da war die Welt der Kurznachrichtendienste in Ordnung. Auf Twitter trafen sich alle an einem Ort. Dort wurde diskutiert und gestritten, getauscht und gezeigt, woran man gerade arbeitet. Genau das war die ursprüngliche Idee hinter Twitter: der Welt mitteilen, was man gerade tut. Ich finde diese Idee bis heute außerordentlich reizvoll.\nMit der Übernahme durch Elon Musk endete diese Zeit ziemlich abrupt.\nNach Musk zerfiel alles in Bubbles # Musk polarisierte die Plattform stark, durch sein Auftreten und durch sein Handeln. Sehr schnell entstanden Alternativen: Bluesky, Mastodon und Threads von Meta. Jede dieser Plattformen zog ihr eigenes Publikum an.\nAuf X, ehemals Twitter, sind heute eher rechtskonservative und liberale Menschen unterwegs, dazu politisch Interessierte und politische Influencer. Auf Mastodon trifft man eher die Nerds, oft links und progressiv. Auf Bluesky sammelt sich die links-liberale Bubble. Und auf Threads verirren sich jene, die neben Instagram noch einen weiteren Kanal brauchen, um nach Sichtbarkeit zu heischen: eine Art LinkedIn in Form eines Kurznachrichtendienstes.\nWarum ich bei X geblieben bin # Warum bin ich also weiter auf X unterwegs? Dafür gibt es mehrere Gründe.\n1. Ich sehe früher, was in der Welt passiert # Ich habe den Eindruck, dass ich auf X früher und besser sehe, was in der Welt passiert, als auf anderen Plattformen. Das war schon immer eine Stärke von Twitter. Katastrophen und politische Ereignisse werden dort zuerst und in hoher Qualität ausgetauscht. Man findet dort auch Dinge, die in den öffentlich-rechtlichen Medien aus meiner Sicht unterrepräsentiert sind. Man möchte das Volk nicht beunruhigen. Daran ist leider etwas Wahres. Und auf X können Politiker jeder Couleur ihre Meinung kundtun.\n2. Die Community Notes funktionieren erstaunlich gut # Damit komme ich zum zweiten Punkt, der mir an X sehr gut gefällt. X ist die einzige Plattform mit Community Notes. Die Teilnehmer können einen Beitrag selbst einordnen und richtigstellen. Das funktioniert überraschend gut. Selbst Elon Musk bekommt das regelmäßig zu spüren, wenn er Dinge behauptet, die ganz offensichtlich nicht stimmen. Diese Form der kollektiven Korrektur funktioniert aus meiner Sicht deutlich besser als jede staatliche oder privatwirtschaftliche Moderation.\n3. Auf X wird kaum zensiert # Der dritte Punkt ist, dass auf X so gut wie keine Zensur stattfindet. Auch die früher sehr populären Blocklisten wurden entschärft. Es ist auf X kaum möglich, Meinungen zu unterdrücken. Das finde ich überwiegend gut. Meinung ist ein hohes Gut, und eine Demokratie muss Meinung aushalten können. Bis zu einem gewissen Grad natürlich.\nWas mich an Bluesky und Mastodon stört # Genau das vermisse ich bei den anderen. Auf Bluesky finde ich die Blocklisten fürchterlich, in denen sich viele Leute darin gefallen, andere Meinungen von vornherein zu blockieren. So kann kein guter und offener Diskurs entstehen.\nMastodon ist da schon weiter als andere Plattformen, was den öffentlichen Diskurs angeht. Aber auch an Mastodon habe ich Kritik. Je nachdem, auf welchem Server man sich befindet, wird man mehr oder weniger stark moderiert. Das Ganze basiert auf einem freiwilligen Prinzip, und als Nutzer dieses Servers kann man kaum etwas dagegen tun.\nWarum ich trotzdem einen eigenen Server betreibe # Eine Zeit lang hatte ich sogar das Gefühl, selbst moderiert zu werden. Im Nachhinein hat sich das als falsch erwiesen. Trotzdem habe ich meinen eigenen, privaten Mastodon-Server aufgesetzt, damit ich wirklich das schreiben kann, was ich möchte, und mir niemand dazwischenfunkt. Ob meine Beiträge weitergereicht werden, liegt natürlich nicht in meiner Hand. Aber es ist ein gutes Gefühl, selbst moderieren zu können.\n","date":"10. Juli 2026","externalUrl":null,"permalink":"/posts/2026-07-10-warum-ich-weiter-auf-x-bin/","section":"Beiträge","summary":"Es gab eine Zeit, ungefähr von 2006 bis 2024, da war die Welt der Kurznachrichtendienste in Ordnung. Auf Twitter trafen sich alle an einem Ort. Dort wurde diskutiert und gestritten, getauscht und gezeigt, woran man gerade arbeitet. Genau das war die ursprüngliche Idee hinter Twitter: der Welt mitteilen, was man gerade tut. Ich finde diese Idee bis heute außerordentlich reizvoll.\n","title":"Warum ich weiter auf X unterwegs bin","type":"posts"},{"content":"Digitalisierungsminister sind gern gesehene Gäste auf der re:publica. Vom Amtssitz zum Veranstaltungsgelände ist es dann auch nur ein Katzensprung. Und ein Minister, der die auf der re:publica gewünschten Vokabeln abspult, ist umso besser.\nDennoch, die vier Stoßrichtungen gefallen mir:\nRegulierung Plattform Code KI Für mich sind folgende Dinge ein Highlight:\nDer Deutschland-Stack und der Wille, in eine eigene Plattform zu investieren, ist der richtige Weg. Das hätten wir vor 10 Jahren schon haben können. Die versprochene Möglichkeit, dass auf dieser Plattform auch die freie Wirtschaft und Startups arbeiten können, mag ich. Public Money, Public Coder unterstütze ich auch. Nochmehr unterstütze ich den Anspruch, eine Community um das Thema zu bilden. KI, die deutsch-kanadische Partnerschaft macht neugierig. Der Fokus auf messbare Wirkung ist auch gut. Dennoch, eine Rede zu halten, mit vielen Ankündigungen und Aktivitäten mag ich nicht so sehr. Und für einen ehemaligen Metro-Chef, ist mir da zu viel Kapitalismuskritiker drin.\nhttps://www.youtube.com/watch?v=846w4ATGFao\n","date":"27. Juni 2026","externalUrl":null,"permalink":"/posts/2026-06-29-wildberger-auf-der-republica/","section":"Beiträge","summary":"Digitalisierungsminister sind gern gesehene Gäste auf der re:publica. Vom Amtssitz zum Veranstaltungsgelände ist es dann auch nur ein Katzensprung. Und ein Minister, der die auf der re:publica gewünschten Vokabeln abspult, ist umso besser.\nDennoch, die vier Stoßrichtungen gefallen mir:\nRegulierung Plattform Code KI Für mich sind folgende Dinge ein Highlight:\n","title":"Karsten Wildberger auf der re:publiyca 26","type":"posts"},{"content":"Ich möchte ein Post schreiben über das Buch, die unendliche Geschichte und die drei Tief Sinnigen und muss sagen, dass es wirklich wunderbar ist, zu lesen\n","date":"20. Juni 2026","externalUrl":null,"permalink":"/posts/2026-06-20-ich-moechte-ein-post-schreiben-ueber-das-buch/","section":"Beiträge","summary":"Ich möchte ein Post schreiben über das Buch, die unendliche Geschichte und die drei Tief Sinnigen und muss sagen, dass es wirklich wunderbar ist, zu lesen\n","title":"Ich möchte ein Post schreiben über das Buch,","type":"posts"},{"content":"https://x.com/jawwwn_/status/2067988144415215637?s=12\n","date":"20. Juni 2026","externalUrl":null,"permalink":"/posts/2026-06-20-ist-es-in-europa-wirklich-verpoent-erfolgreich-zu-sein/","section":"Beiträge","summary":"https://x.com/jawwwn_/status/2067988144415215637?s=12\n","title":"Ist es in Europa wirklich verpönt, erfolgreich zu sein?","type":"posts"},{"content":"Diese Datenschutzerklärung gilt für die Website https://meinung.andreclaassen.de.\nAuf einen Blick # Dieser Blog ist eine statische Website. Es werden keine Cookies gesetzt und kein Tracking und keine Analyse-Tools eingesetzt. Inhalte von Drittanbietern werden nicht automatisch geladen; lediglich die optionale Kommentarfunktion ruft Inhalte von Mastodon ab, und das erst nach einem aktiven Klick (siehe „Kommentare über Mastodon\u0026quot;). Beim Aufruf der Seite werden im Übrigen nur die technisch notwendigen Server-Logdaten verarbeitet, die für den sicheren Betrieb erforderlich sind.\nVerantwortlicher # Verantwortlich für die Datenverarbeitung auf dieser Website ist:\nDipl. Inf. (FH) André Claaßen Hauptstr. 327 44649 Herne E-Mail: info@andreclaassen.de\nHosting und Server-Logdaten # Die Website wird auf einem eigenen Server (Domain andreclaassen.de) betrieben. Beim Aufruf erhebt und speichert der Server automatisch Informationen in sogenannten Server-Logdateien, die Ihr Browser automatisch übermittelt:\nBrowsertyp und Browserversion verwendetes Betriebssystem Referrer-URL Hostname des zugreifenden Rechners Uhrzeit der Serveranfrage IP-Adresse Diese Daten werden nicht mit anderen Datenquellen zusammengeführt und dienen ausschließlich dem technisch fehlerfreien und sicheren Betrieb der Website. Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse an einer sicheren und funktionsfähigen Bereitstellung des Angebots). Die Logdaten werden nur so lange gespeichert, wie es für diese Zwecke erforderlich ist.\nSSL- bzw. TLS-Verschlüsselung # Diese Seite nutzt aus Sicherheitsgründen eine SSL- bzw. TLS-Verschlüsselung. 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Hierzu sowie zu weiteren Fragen können Sie sich jederzeit unter den im Impressum angegebenen Kontaktdaten an mich wenden.\nIhnen steht zudem ein Beschwerderecht bei der zuständigen Datenschutz-Aufsichtsbehörde zu. Zuständig ist die Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen.\nWiderspruch gegen Werbe-Mails # Der Nutzung der im Rahmen der Impressumspflicht veröffentlichten Kontaktdaten zur Übersendung von nicht ausdrücklich angeforderter Werbung und Informationsmaterialien wird hiermit widersprochen.\nÄnderungen dieser Datenschutzerklärung # Sollten künftig weitere Funktionen hinzukommen (zum Beispiel ein Newsletter), wird diese Datenschutzerklärung entsprechend ergänzt.\n","date":"19. Juni 2026","externalUrl":null,"permalink":"/datenschutz/","section":"Meinung","summary":"Diese Datenschutzerklärung gilt für die Website https://meinung.andreclaassen.de.\nAuf einen Blick # Dieser Blog ist eine statische Website. Es werden keine Cookies gesetzt und kein Tracking und keine Analyse-Tools eingesetzt. Inhalte von Drittanbietern werden nicht automatisch geladen; lediglich die optionale Kommentarfunktion ruft Inhalte von Mastodon ab, und das erst nach einem aktiven Klick (siehe „Kommentare über Mastodon\"). Beim Aufruf der Seite werden im Übrigen nur die technisch notwendigen Server-Logdaten verarbeitet, die für den sicheren Betrieb erforderlich sind.\n","title":"Datenschutzerklärung","type":"page"},{"content":"Dies ist der erste Beitrag auf diesem Blog. Er steht hier vor allem, um zu prüfen, dass alles läuft: die Lesespalte schmal und ruhig, die Schrift ein Serif zum Lesen, der Feed mit dem ganzen Text statt nur einem Teaser.\nWarum dieser Blog? Weil ich einen Ort wollte, an dem ich schreiben kann, ohne dass die Beratung mitliest. Ein Denkraum jenseits von OKR, WiBe und öffentlicher Verwaltung. Hier darf ein Gedanke auch mal halbfertig sein.\nWas hier entsteht, weiß ich noch nicht genau. Das ist Teil des Reizes. Wer mitlesen mag, abonniert den RSS-Feed.\n","date":"19. Juni 2026","externalUrl":null,"permalink":"/posts/2026-06-19-erster-beitrag/","section":"Beiträge","summary":"Dies ist der erste Beitrag auf diesem Blog. Er steht hier vor allem, um zu prüfen, dass alles läuft: die Lesespalte schmal und ruhig, die Schrift ein Serif zum Lesen, der Feed mit dem ganzen Text statt nur einem Teaser.\n","title":"Ein Anfang","type":"posts"},{"content":" Angaben gemäß § 5 DDG # Dipl. Inf. (FH) André Claaßen Unternehmensberatung, Training, Coaching\nHauptstr. 327 44649 Herne\nTelefon: 0157 50188423 E-Mail: info@andreclaassen.de\nVerantwortlich für den Inhalt nach § 18 Abs. 2 MStV # Dipl. Inf. (FH) André Claaßen, Anschrift wie oben.\nHaftung für Inhalte # Die Inhalte dieser Seiten wurden mit größter Sorgfalt erstellt. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte kann ich jedoch keine Gewähr übernehmen. Als Diensteanbieter bin ich gemäß § 7 Abs. 1 DDG für eigene Inhalte auf diesen Seiten nach den allgemeinen Gesetzen verantwortlich. Nach §§ 8 bis 10 DDG bin ich als Diensteanbieter jedoch nicht verpflichtet, übermittelte oder gespeicherte fremde Informationen zu überwachen oder nach Umständen zu forschen, die auf eine rechtswidrige Tätigkeit hinweisen. Verpflichtungen zur Entfernung oder Sperrung der Nutzung von Informationen nach den allgemeinen Gesetzen bleiben hiervon unberührt. Eine diesbezügliche Haftung ist jedoch erst ab dem Zeitpunkt der Kenntnis einer konkreten Rechtsverletzung möglich. Bei Bekanntwerden von entsprechenden Rechtsverletzungen werde ich diese Inhalte umgehend entfernen.\nHaftung für Links # Mein Angebot enthält Links zu externen Webseiten Dritter, auf deren Inhalte ich keinen Einfluss habe. Deshalb kann ich für diese fremden Inhalte auch keine Gewähr übernehmen. 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Ich möchte schreiben, und zwar nicht nur über Dinge in meinem beruflichen Kontext, sondern über Themen, die mich gerade bewegen.\nDieser Meinungsblog hat bewusst, zumindest zu Beginn, keinen Themenschwerpunkt. Der Blog kann über mein Privatleben, meine Gefühle, aber auch Themen aus Politik, Wirtschaft und Technik handeln.\nIch werde Meinungen vertreten, an denen Du und andere Leser sich reiben. Es wird Artikel geben, die Empörung und Begeisterung ausrufen. Vieles wird nur wenige Menschen interessieren.\nIch schreibe für mich. Und ich halte mich an einer Aussage von Niklas Luhmann, den großen Sozialwissenschaftler fest:\nSchreiben verfestigt die Gedanken\nGenauso ist es, sogar bei sehr unausgegorenen Gedanken.\n","date":"19. Juni 2026","externalUrl":null,"permalink":"/posts/2026-06-19-der-meinungsblog/","section":"Beiträge","summary":"Das ist ein Experiment. Ich möchte schreiben, und zwar nicht nur über Dinge in meinem beruflichen Kontext, sondern über Themen, die mich gerade bewegen.\nDieser Meinungsblog hat bewusst, zumindest zu Beginn, keinen Themenschwerpunkt. Der Blog kann über mein Privatleben, meine Gefühle, aber auch Themen aus Politik, Wirtschaft und Technik handeln.\n","title":"Mein Meinungsblog","type":"posts"},{"content":" Ich bin André Claaßen, Informatiker aus Herne. Beruflich begleite ich seit vielen Jahren Behörden und Kommunen dabei, Strategie wirklich umzusetzen, mit Objectives und Key Results und mit Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen. Das ist meine Arbeit, und sie macht mir Freude.\nDieser Blog ist anders.\nHier schreibe ich jenseits der Beratung. Er ist ein Denkraum, in dem ein Gedanke auch halbfertig sein darf und in dem ich Position beziehe, ohne dabei an Kunden zu denken. Ich halte mich an einen Satz von Niklas Luhmann: Schreiben verfestigt die Gedanken. Genau dafür ist dieser Ort da. Ich schreibe zuerst für mich, aber ich teile die Gedanken.\nEinen festen Themenschwerpunkt gibt es bewusst nicht. Aber ein paar Linien ziehen sich durch das, was mich umtreibt:\nPolitik Weltraumfahrt Wirtschaft Gesellschaft Künstliche Intelligenz Philosophie Über all das denke ich gern nach, mal mit klarer Meinung, mal nur tastend. Es wird Beiträge geben, an denen Du Dich reibst. Das ist beabsichtigt und nicht schlimm. Es ist gut, denn aus der Kontroverse entstehen Erkenntnisse. Auch für mich.\nMitreden geht über Mastodon: Antworten auf den jeweiligen Beitrag erscheinen unten als Kommentare. Beruflich findest Du mich auf andreclaassen.de. Hier bin ich einfach ich.\n","date":"19. Juni 2026","externalUrl":null,"permalink":"/about/","section":"Meinung","summary":" Ich bin André Claaßen, Informatiker aus Herne. Beruflich begleite ich seit vielen Jahren Behörden und Kommunen dabei, Strategie wirklich umzusetzen, mit Objectives und Key Results und mit Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen. Das ist meine Arbeit, und sie macht mir Freude.\n","title":"Über","type":"page"},{"content":"Ein neues soziales Netzwerk öffnet die Tore. W-Social ist sein Name und das W hat seine Bedeutung. Es steht vor X, dem Social Network von Elon Musk (ehemals Twitter). Aus dem W wiederum lassen sich die beiden Buchstaben VV ableiten. Diese stehen für Value und Verify. Verify ist das USP des Netzwerkes. Alle Teilnehmer müssen sich über ein Live-Video und einen Ausweis identifizieren, sonst ist der Zugang versperrt. Dabei werden (angeblich) die Identitätsmerkmale gelöscht und durch ein Token ersetzt. Der Code der Plattform ist, im Unterschied zu Mastodon im Fediverse, proprietär und verschlossen. Das Geschäftsmodell soll Werbung sein, ist aber aus heutiger Sicht unklar.\nDurch die Verwendung des von Bluesky erfundenen AT-Protokolls, sind die Nutzer von Blueskys sofort dabei. Damit ist das neue Netz zu Beginn keine Geisterstadt, was eigentlich gut ist. 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Jeder soll selbst entscheiden, welche Inhalte interessieren und welche nicht.\nIch mag an w-social auch, dass die Server in Europa stehen und damit den Datenschutzinteressen der Europäischen Union genügen.\nWo Licht ist, ist auch Schatten. Die fehlende Interoperabilität mit dem Fediverse betrachte ich als Nachteil. Diese offene dezentrale Alternative wird ignoriert und es wird sogar so getan, als ob das Fediverse nicht existiert.\nSchlecht finde ich auch, dass w-social proprietär ist. Warum ist der Quellcode nicht offen? Warum werden die Algorithmen nicht offen gelegt. Selbst X ist hier weiter, trotz aller Kritik.\nDennoch, ich habe mich entschlossen. Ich werde diesem Netzwerk eine Chance geben. Es könnte eine veritable Alternative zu X werden. W-Social könnte vielleicht für Politik, Journalismus und offenen Diskurs auch unangenehmer Themen eine gute Plattform werden.\nIch bin, sozusagen auf der Warteliste und gebe eine Chance. 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