<?xml version="1.0" encoding="utf-8" standalone="yes"?><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><channel><title>Beiträge on André Claaßen — Meinung</title><link>https://draft.meinung.andreclaassen.de/posts/</link><description>Recent content in Beiträge on André Claaßen — Meinung</description><generator>Hugo -- gohugo.io</generator><language>de</language><managingEditor>info@andreclaassen.de (André Claaßen)</managingEditor><webMaster>info@andreclaassen.de (André Claaßen)</webMaster><copyright>André Claaßen</copyright><lastBuildDate>Mon, 20 Jul 2026 00:00:00 +0000</lastBuildDate><atom:link href="https://draft.meinung.andreclaassen.de/posts/index.xml" rel="self" type="application/rss+xml"/><item><title>Ausweis vorzeigen, dann Stille: W-Social nach einem Monat</title><link>https://draft.meinung.andreclaassen.de/posts/2026-07-20-wird-w-social-das-neue-grosse-ding/</link><pubDate>Mon, 20 Jul 2026 00:00:00 +0000</pubDate><author>info@andreclaassen.de (André Claaßen)</author><guid>https://draft.meinung.andreclaassen.de/posts/2026-07-20-wird-w-social-das-neue-grosse-ding/</guid><description>&lt;p&gt;Im Juni eröffnete ein neues soziales Netzwerk die Tore. Ein Netzwerk aus dem Herzen der Europäischen Union, mit hohem Anspruch an Datenschutz und Qualität. &lt;strong&gt;W-Social&lt;/strong&gt; ist sein Name, und das &lt;strong&gt;W&lt;/strong&gt; hat seine Bedeutung. Es steht vor &lt;strong&gt;X&lt;/strong&gt;, dem Social Network von Elon Musk (ehemals Twitter). Aus dem &lt;strong&gt;W&lt;/strong&gt; wiederum lassen sich die beiden Buchstaben &lt;strong&gt;VV&lt;/strong&gt; ableiten. Diese stehen für &lt;strong&gt;Value&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;Verify&lt;/strong&gt;. Verify ist das Alleinstellungsmerkmal des Netzwerks. Alle Teilnehmer müssen sich über ein Live-Video und einen Ausweis identifizieren, sonst bleibt der Zugang versperrt. Dabei werden (angeblich) die Identitätsmerkmale gelöscht und durch ein Token ersetzt. Der Code der Plattform ist, im Unterschied zu Mastodon im Fediverse, proprietär und verschlossen. Das Geschäftsmodell soll Werbung sein, dazu Micropayments für Artikel hinter Bezahlschranken — beides angekündigt, beides unerprobt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Durch die Verwendung des von Bluesky erdachten AT-Protokolls sind die Nutzer von Bluesky sofort dabei. Damit ist das neue Netz zu Beginn keine Geisterstadt, was eigentlich gut ist. Es gibt aber auch einen geschlossenen Bereich in W-Social, in dem nur „die identifizierten Mitglieder von W-Social“ dabei sind. Also, um es polemisch zu sagen: Es sind die blauen Häkchen von X, die aber diesmal funktionieren sollen.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class="relative group"&gt;Wer steht hinter der Plattform?
 &lt;div id="wer-steht-hinter-der-plattform" class="anchor"&gt;&lt;/div&gt;
 
 &lt;span
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 &lt;a class="text-primary-300 dark:text-neutral-700 !no-underline" href="#wer-steht-hinter-der-plattform" aria-label="Anker"&gt;#&lt;/a&gt;
 &lt;/span&gt;
 
&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Hinter der Plattform stehen die frühere eBay-Managerin Anna Zeiter und der schwedische Unternehmer Ingmar Rentzhog; der Firmensitz ist Stockholm. Als Geldgeber wird ein schwedisches Medienunternehmen genannt, mit an Bord sind Leute von Spotify und Ericsson. Aus dem Fediverse kam früh Widerspruch:&lt;/p&gt;
&lt;figure class="toot-card"&gt;
 &lt;a class="toot-card__author" href="https://norden.social/@AgilePreacher" rel="nofollow noopener" target="_blank"&gt;&lt;img class="toot-card__avatar" src="https://draft.meinung.andreclaassen.de/posts/2026-07-20-wird-w-social-das-neue-grosse-ding/toot-116777641286960813-avatar.jpeg" alt="" width="48" height="48" loading="lazy"&gt;&lt;span class="toot-card__names"&gt;
 &lt;span class="toot-card__name"&gt;Jörg M.&lt;/span&gt;
 &lt;span class="toot-card__handle"&gt;@AgilePreacher@norden.social&lt;/span&gt;
 &lt;/span&gt;
 &lt;/a&gt;&lt;div class="toot-card__content"&gt;
 &lt;p&gt;&lt;span class="h-card" translate="no"&gt;&lt;a href="https://zdf.social/@3sat" class="u-url mention"&gt;@&lt;span&gt;3sat&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Och Leute, kein einziges Wort darüber, dass W-Social schlagartig kein Open Source mehr ist? &lt;br /&gt;Dass sie in einer Nacht-und-Nebel Aktion sämtlichen Code bei GitHub gelöscht haben, was sonst niemand tut?&lt;br /&gt;Oder darüber, dass im Advisory Board einige fragwürdige BigTech-Leute aus dem Silicon Valley und Faschisten- Sympatisanten sitzen?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Seid ihr gekauft worden?&lt;/p&gt;
 &lt;/div&gt;&lt;div class="toot-card__media"&gt;&lt;img src="https://draft.meinung.andreclaassen.de/posts/2026-07-20-wird-w-social-das-neue-grosse-ding/toot-116777641286960813-media-1.jpg" alt="" loading="lazy"&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class="toot-card__footer"&gt;
 &lt;time datetime="2026-06-19T16:09:55.614Z"&gt;19. Juni 2026&lt;/time&gt;
 &lt;span class="toot-card__counts"&gt;
 7&amp;nbsp;Antw. · 13&amp;nbsp;Boosts · 21&amp;nbsp;Favs
 &lt;/span&gt;
 &lt;a class="toot-card__source" href="https://norden.social/@AgilePreacher/116777641286960813" rel="nofollow noopener" target="_blank"&gt;Auf Mastodon ansehen&lt;/a&gt;
 &lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Dennoch bleibt die Frage, warum sollte man sich das antun?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich gebe zu, dass ich nach etwas nachdenken, es gut finde, dass es zumindest ein Netzwerk gibt, bei dem sich alle Nutzer identifizieren. Es wird niemand dazu gezwungen, da es genug etablierte Alternativen gibt, aber hier ist ein Ort für (hoffentlich) echte Menschen. Diese dürfen, auch nach Identifikation völlig anonym auftreten und alle denkbaren Ansichten vertreten. Als Fan der Meinungsfreiheit, finde ich das auch erst einmal richtig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich finde es weiterhin auch gut, dass es keine Blocklisten gibt. Blocklisten widersprechen der Meinungsfreiheit und verhindern Diskurs. Ich bin sowohl auf X, als auch auf Mastodon unterwegs. Tatsächlich muss ich sagen, dass trotz teilweiser sehr unsachlichen Kommentaren, ich auf X eher das Gefühl habe, mich äußern zu können. Auf Mastodon schwingt die Blockkeule schneller, als man denkt. Sowohl von Usern, als auch von Administratoren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Blocklisten widersprechen der Idee der Meinungsfreiheit. Ich möchte weder linke noch rechte Meinungen gefiltert sehen.
Ich halte mich und die anderen Teilnehmer für souverän genug, dass diese selbst über das Folgen bestimmen. Jeder soll selbst entscheiden, welche Inhalte interessieren und welche nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich mag an w-social auch, dass die Server in Europa stehen und damit den Datenschutzinteressen der Europäischen Union genügen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wo Licht ist, ist auch Schatten. Die fehlende Interoperabilität mit dem Fediverse betrachte ich als Nachteil. Diese offene dezentrale Alternative wird ignoriert und es wird sogar so getan, als ob das Fediverse nicht existiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schlecht finde ich auch, dass w-social proprietär ist. Warum ist der Quellcode nicht offen? Warum werden die Algorithmen nicht offen gelegt. Selbst X ist hier weiter, trotz aller Kritik.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dennoch hatte ich mich entschlossen: Ich gebe diesem Netzwerk eine Chance. Es könnte eine veritable Alternative zu X werden, dachte ich. Für Politik, Journalismus und den offenen Diskurs auch unangenehmer Themen vielleicht sogar eine gute Plattform. Ich trug mich auf die Warteliste ein. Mehr aber auch nicht.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class="relative group"&gt;Ein Monat später
 &lt;div id="ein-monat-später" class="anchor"&gt;&lt;/div&gt;
 
 &lt;span
 class="absolute top-0 w-6 transition-opacity opacity-0 -start-6 not-prose group-hover:opacity-100 select-none"&gt;
 &lt;a class="text-primary-300 dark:text-neutral-700 !no-underline" href="#ein-monat-sp%c3%a4ter" aria-label="Anker"&gt;#&lt;/a&gt;
 &lt;/span&gt;
 
&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Und nun? Nun ist die erste Euphorie einem nüchternen Blick gewichen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Rund 50.000 Menschen aus 180 Ländern hatten sich dort eingetragen, das klang nach Aufbruch. In Meldungen war denn auch weiter von Zehntausenden die Rede. Doch die Warteliste ist eben nur eine Warteliste — und wer sich Ende Juni tatsächlich einloggte, fand ein paar Tausend Konten und eine sehr stille Straße. Die Fediverse-Bloggerin Elena Rossini beobachtete einen Zähler, der gerade über &lt;strong&gt;5.000&lt;/strong&gt; kletterte; ein anderer, öffentlicher Zähler blieb bei rund &lt;strong&gt;1.850&lt;/strong&gt; stehen. Neue Beiträge tröpfelten im Minutenabstand herein. Bekannte Gesichter? Kaum. Die deutsche Android-App stand im Play Store bei &lt;strong&gt;1,5 von fünf Sternen&lt;/strong&gt;. Und selbst das vergleichbare europäische Projekt Eurosky zählte mit rund &lt;strong&gt;20.000&lt;/strong&gt; Konten mehr Zulauf.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Man muss es so deutlich sagen: Aus dem großen neuen Ding ist bislang eine ziemlich leere Straße geworden. Zwar haben die Europäische Kommission, die EZB und Christine Lagarde brav Konten angelegt — das erzeugt schöne Schlagzeilen, aber keine lebendige Timeline. Und die kritischen Stimmen wurden lauter. netzpolitik.org nannte W-Social trocken „mehr kalter Kaffee als heißer Scheiß“.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Woran liegt es? Ich vermute, ausgerechnet an dem, was ich anfangs gelobt habe. Die Ausweispflicht, die echte Menschen garantieren soll, ist zugleich die Hürde, die viele abschreckt. Wer bei Bluesky oder im Fediverse ohne Vorzeigen des Personalausweises mitreden darf, überlegt zweimal, ob er einem gewinnorientierten schwedischen Start-up Selfie und Ausweis anvertraut. Und das alte Henne-Ei-Problem bleibt: Ein Netzwerk lebt von den Menschen, die dort sind — und dort sind bislang zu wenige.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bleibe ich dabei? Ja, vorerst. Ich habe eine Chance versprochen, und ein Monat ist kein Urteil. Eine Beta ist eine Beta, die volle Öffnung ist erst für Januar 2027 geplant. Aber meine Erwartung ist eine andere geworden. Zwischen den Zehntausenden auf dem Papier und den paar Tausend in der Wirklichkeit klafft die eigentliche Geschichte dieses Netzwerks. Ich glaube nicht mehr, dass W-Social das große neue Ding wird. Ich hoffe inzwischen bescheidener: dass es überhaupt ein Ding bleibt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was ist deine oder eure Meinung zu W-Social? Schreibe einen Kommentar auf Mastodon.&lt;/p&gt;</description><content:encoded><![CDATA[<p>Im Juni eröffnete ein neues soziales Netzwerk die Tore. Ein Netzwerk aus dem Herzen der Europäischen Union, mit hohem Anspruch an Datenschutz und Qualität. <strong>W-Social</strong> ist sein Name, und das <strong>W</strong> hat seine Bedeutung. Es steht vor <strong>X</strong>, dem Social Network von Elon Musk (ehemals Twitter). Aus dem <strong>W</strong> wiederum lassen sich die beiden Buchstaben <strong>VV</strong> ableiten. Diese stehen für <strong>Value</strong> und <strong>Verify</strong>. Verify ist das Alleinstellungsmerkmal des Netzwerks. Alle Teilnehmer müssen sich über ein Live-Video und einen Ausweis identifizieren, sonst bleibt der Zugang versperrt. Dabei werden (angeblich) die Identitätsmerkmale gelöscht und durch ein Token ersetzt. Der Code der Plattform ist, im Unterschied zu Mastodon im Fediverse, proprietär und verschlossen. Das Geschäftsmodell soll Werbung sein, dazu Micropayments für Artikel hinter Bezahlschranken — beides angekündigt, beides unerprobt.</p>
<p>Durch die Verwendung des von Bluesky erdachten AT-Protokolls sind die Nutzer von Bluesky sofort dabei. Damit ist das neue Netz zu Beginn keine Geisterstadt, was eigentlich gut ist. Es gibt aber auch einen geschlossenen Bereich in W-Social, in dem nur „die identifizierten Mitglieder von W-Social“ dabei sind. Also, um es polemisch zu sagen: Es sind die blauen Häkchen von X, die aber diesmal funktionieren sollen.</p>

<h2 class="relative group">Wer steht hinter der Plattform?
    <div id="wer-steht-hinter-der-plattform" class="anchor"></div>
    
    <span
        class="absolute top-0 w-6 transition-opacity opacity-0 -start-6 not-prose group-hover:opacity-100 select-none">
        <a class="text-primary-300 dark:text-neutral-700 !no-underline" href="#wer-steht-hinter-der-plattform" aria-label="Anker">#</a>
    </span>
    
</h2>
<p>Hinter der Plattform stehen die frühere eBay-Managerin Anna Zeiter und der schwedische Unternehmer Ingmar Rentzhog; der Firmensitz ist Stockholm. Als Geldgeber wird ein schwedisches Medienunternehmen genannt, mit an Bord sind Leute von Spotify und Ericsson. Aus dem Fediverse kam früh Widerspruch:</p>
<figure class="toot-card">
  <a class="toot-card__author" href="https://norden.social/@AgilePreacher" rel="nofollow noopener" target="_blank"><img class="toot-card__avatar" src="/posts/2026-07-20-wird-w-social-das-neue-grosse-ding/toot-116777641286960813-avatar.jpeg" alt="" width="48" height="48" loading="lazy"><span class="toot-card__names">
      <span class="toot-card__name">Jörg M.</span>
      <span class="toot-card__handle">@AgilePreacher@norden.social</span>
    </span>
  </a><div class="toot-card__content">
    <p><span class="h-card" translate="no"><a href="https://zdf.social/@3sat" class="u-url mention">@<span>3sat</span></a></span><br />Och Leute, kein einziges Wort darüber, dass W-Social schlagartig kein Open Source mehr ist? <br />Dass sie in einer Nacht-und-Nebel Aktion sämtlichen Code bei GitHub gelöscht haben, was sonst niemand tut?<br />Oder darüber, dass im Advisory Board einige fragwürdige BigTech-Leute aus dem Silicon Valley und Faschisten- Sympatisanten sitzen?</p><p>Seid ihr gekauft worden?</p>
  </div><div class="toot-card__media"><img src="/posts/2026-07-20-wird-w-social-das-neue-grosse-ding/toot-116777641286960813-media-1.jpg" alt="" loading="lazy"></div><figcaption class="toot-card__footer">
    <time datetime="2026-06-19T16:09:55.614Z">19. Juni 2026</time>
    <span class="toot-card__counts">
      7&nbsp;Antw. · 13&nbsp;Boosts · 21&nbsp;Favs
    </span>
    <a class="toot-card__source" href="https://norden.social/@AgilePreacher/116777641286960813" rel="nofollow noopener" target="_blank">Auf Mastodon ansehen</a>
  </figcaption>
</figure>
<p>Dennoch bleibt die Frage, warum sollte man sich das antun?</p>
<p>Ich gebe zu, dass ich nach etwas nachdenken, es gut finde, dass es zumindest ein Netzwerk gibt, bei dem sich alle Nutzer identifizieren. Es wird niemand dazu gezwungen, da es genug etablierte Alternativen gibt, aber hier ist ein Ort für (hoffentlich) echte Menschen. Diese dürfen, auch nach Identifikation völlig anonym auftreten und alle denkbaren Ansichten vertreten. Als Fan der Meinungsfreiheit, finde ich das auch erst einmal richtig.</p>
<p>Ich finde es weiterhin auch gut, dass es keine Blocklisten gibt. Blocklisten widersprechen der Meinungsfreiheit und verhindern Diskurs. Ich bin sowohl auf X, als auch auf Mastodon unterwegs. Tatsächlich muss ich sagen, dass trotz teilweiser sehr unsachlichen Kommentaren, ich auf X eher das Gefühl habe, mich äußern zu können. Auf Mastodon schwingt die Blockkeule schneller, als man denkt. Sowohl von Usern, als auch von Administratoren.</p>
<p>Blocklisten widersprechen der Idee der Meinungsfreiheit. Ich möchte weder linke noch rechte Meinungen gefiltert sehen.
Ich halte mich und die anderen Teilnehmer für souverän genug, dass diese selbst über das Folgen bestimmen. Jeder soll selbst entscheiden, welche Inhalte interessieren und welche nicht.</p>
<p>Ich mag an w-social auch, dass die Server in Europa stehen und damit den Datenschutzinteressen der Europäischen Union genügen.</p>
<p>Wo Licht ist, ist auch Schatten.  Die fehlende Interoperabilität mit dem Fediverse betrachte ich als Nachteil. Diese offene dezentrale Alternative wird ignoriert und es wird sogar so getan, als ob das Fediverse nicht existiert.</p>
<p>Schlecht finde ich auch, dass w-social proprietär ist. Warum ist der Quellcode nicht offen? Warum werden die Algorithmen nicht offen gelegt. Selbst X ist hier weiter, trotz aller Kritik.</p>
<p>Dennoch hatte ich mich entschlossen: Ich gebe diesem Netzwerk eine Chance. Es könnte eine veritable Alternative zu X werden, dachte ich. Für Politik, Journalismus und den offenen Diskurs auch unangenehmer Themen vielleicht sogar eine gute Plattform. Ich trug mich auf die Warteliste ein. Mehr aber auch nicht.</p>

<h2 class="relative group">Ein Monat später
    <div id="ein-monat-später" class="anchor"></div>
    
    <span
        class="absolute top-0 w-6 transition-opacity opacity-0 -start-6 not-prose group-hover:opacity-100 select-none">
        <a class="text-primary-300 dark:text-neutral-700 !no-underline" href="#ein-monat-sp%c3%a4ter" aria-label="Anker">#</a>
    </span>
    
</h2>
<p>Und nun? Nun ist die erste Euphorie einem nüchternen Blick gewichen.</p>
<p>Rund 50.000 Menschen aus 180 Ländern hatten sich dort eingetragen, das klang nach Aufbruch. In Meldungen war denn auch weiter von Zehntausenden die Rede. Doch die Warteliste ist eben nur eine Warteliste — und wer sich Ende Juni tatsächlich einloggte, fand ein paar Tausend Konten und eine sehr stille Straße. Die Fediverse-Bloggerin Elena Rossini beobachtete einen Zähler, der gerade über <strong>5.000</strong> kletterte; ein anderer, öffentlicher Zähler blieb bei rund <strong>1.850</strong> stehen. Neue Beiträge tröpfelten im Minutenabstand herein. Bekannte Gesichter? Kaum. Die deutsche Android-App stand im Play Store bei <strong>1,5 von fünf Sternen</strong>. Und selbst das vergleichbare europäische Projekt Eurosky zählte mit rund <strong>20.000</strong> Konten mehr Zulauf.</p>
<p>Man muss es so deutlich sagen: Aus dem großen neuen Ding ist bislang eine ziemlich leere Straße geworden. Zwar haben die Europäische Kommission, die EZB und Christine Lagarde brav Konten angelegt — das erzeugt schöne Schlagzeilen, aber keine lebendige Timeline. Und die kritischen Stimmen wurden lauter. netzpolitik.org nannte W-Social trocken „mehr kalter Kaffee als heißer Scheiß“.</p>
<p>Woran liegt es? Ich vermute, ausgerechnet an dem, was ich anfangs gelobt habe. Die Ausweispflicht, die echte Menschen garantieren soll, ist zugleich die Hürde, die viele abschreckt. Wer bei Bluesky oder im Fediverse ohne Vorzeigen des Personalausweises mitreden darf, überlegt zweimal, ob er einem gewinnorientierten schwedischen Start-up Selfie und Ausweis anvertraut. Und das alte Henne-Ei-Problem bleibt: Ein Netzwerk lebt von den Menschen, die dort sind — und dort sind bislang zu wenige.</p>
<p>Bleibe ich dabei? Ja, vorerst. Ich habe eine Chance versprochen, und ein Monat ist kein Urteil. Eine Beta ist eine Beta, die volle Öffnung ist erst für Januar 2027 geplant. Aber meine Erwartung ist eine andere geworden. Zwischen den Zehntausenden auf dem Papier und den paar Tausend in der Wirklichkeit klafft die eigentliche Geschichte dieses Netzwerks. Ich glaube nicht mehr, dass W-Social das große neue Ding wird. Ich hoffe inzwischen bescheidener: dass es überhaupt ein Ding bleibt.</p>
<p>Was ist deine oder eure Meinung zu W-Social? Schreibe einen Kommentar auf Mastodon.</p>
]]></content:encoded><media:content xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://draft.meinung.andreclaassen.de/posts/2026-07-20-wird-w-social-das-neue-grosse-ding/cover.jpg"/></item><item><title>Warum ich weiter auf X unterwegs bin</title><link>https://draft.meinung.andreclaassen.de/posts/2026-07-10-warum-ich-weiter-auf-x-bin/</link><pubDate>Fri, 10 Jul 2026 00:00:00 +0000</pubDate><author>info@andreclaassen.de (André Claaßen)</author><guid>https://draft.meinung.andreclaassen.de/posts/2026-07-10-warum-ich-weiter-auf-x-bin/</guid><description>&lt;p&gt;Es gab eine Zeit, ungefähr von 2006 bis 2024, da war die Welt der Kurznachrichtendienste in Ordnung. Auf Twitter trafen sich alle an einem Ort. Dort wurde diskutiert und gestritten, getauscht und gezeigt, woran man gerade arbeitet. Genau das war die ursprüngliche Idee hinter Twitter: der Welt mitteilen, was man gerade tut. Ich finde diese Idee bis heute außerordentlich reizvoll.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit der Übernahme durch Elon Musk endete diese Zeit ziemlich abrupt.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class="relative group"&gt;Nach Musk zerfiel alles in Bubbles
 &lt;div id="nach-musk-zerfiel-alles-in-bubbles" class="anchor"&gt;&lt;/div&gt;
 
 &lt;span
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 &lt;a class="text-primary-300 dark:text-neutral-700 !no-underline" href="#nach-musk-zerfiel-alles-in-bubbles" aria-label="Anker"&gt;#&lt;/a&gt;
 &lt;/span&gt;
 
&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Musk polarisierte die Plattform stark, durch sein Auftreten und durch sein Handeln. Sehr schnell entstanden Alternativen: Bluesky, Mastodon und Threads von Meta. Jede dieser Plattformen zog ihr eigenes Publikum an.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf X, ehemals Twitter, sind heute eher rechtskonservative und liberale Menschen unterwegs, dazu politisch Interessierte und politische Influencer. Auf Mastodon trifft man eher die Nerds, oft links und progressiv. Auf Bluesky sammelt sich die links-liberale Bubble. Und auf Threads verirren sich jene, die neben Instagram noch einen weiteren Kanal brauchen, um nach Sichtbarkeit zu heischen: eine Art LinkedIn in Form eines Kurznachrichtendienstes.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class="relative group"&gt;Warum ich bei X geblieben bin
 &lt;div id="warum-ich-bei-x-geblieben-bin" class="anchor"&gt;&lt;/div&gt;
 
 &lt;span
 class="absolute top-0 w-6 transition-opacity opacity-0 -start-6 not-prose group-hover:opacity-100 select-none"&gt;
 &lt;a class="text-primary-300 dark:text-neutral-700 !no-underline" href="#warum-ich-bei-x-geblieben-bin" aria-label="Anker"&gt;#&lt;/a&gt;
 &lt;/span&gt;
 
&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Warum bin ich also weiter auf X unterwegs? Dafür gibt es mehrere Gründe.&lt;/p&gt;

&lt;h3 class="relative group"&gt;1. Ich sehe früher, was in der Welt passiert
 &lt;div id="1-ich-sehe-früher-was-in-der-welt-passiert" class="anchor"&gt;&lt;/div&gt;
 
 &lt;span
 class="absolute top-0 w-6 transition-opacity opacity-0 -start-6 not-prose group-hover:opacity-100 select-none"&gt;
 &lt;a class="text-primary-300 dark:text-neutral-700 !no-underline" href="#1-ich-sehe-fr%c3%bcher-was-in-der-welt-passiert" aria-label="Anker"&gt;#&lt;/a&gt;
 &lt;/span&gt;
 
&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Ich habe den Eindruck, dass ich auf X früher und besser sehe, was in der Welt passiert, als auf anderen Plattformen. Das war schon immer eine Stärke von Twitter. Katastrophen und politische Ereignisse werden dort zuerst und in hoher Qualität ausgetauscht. Man findet dort auch Dinge, die in den öffentlich-rechtlichen Medien aus meiner Sicht unterrepräsentiert sind. Man möchte das Volk nicht beunruhigen. Daran ist leider etwas Wahres. Und auf X können Politiker jeder Couleur ihre Meinung kundtun.&lt;/p&gt;

&lt;h3 class="relative group"&gt;2. Die Community Notes funktionieren erstaunlich gut
 &lt;div id="2-die-community-notes-funktionieren-erstaunlich-gut" class="anchor"&gt;&lt;/div&gt;
 
 &lt;span
 class="absolute top-0 w-6 transition-opacity opacity-0 -start-6 not-prose group-hover:opacity-100 select-none"&gt;
 &lt;a class="text-primary-300 dark:text-neutral-700 !no-underline" href="#2-die-community-notes-funktionieren-erstaunlich-gut" aria-label="Anker"&gt;#&lt;/a&gt;
 &lt;/span&gt;
 
&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Damit komme ich zum zweiten Punkt, der mir an X sehr gut gefällt. X ist die einzige Plattform mit Community Notes. Die Teilnehmer können einen Beitrag selbst einordnen und richtigstellen. Das funktioniert überraschend gut. Selbst Elon Musk bekommt das regelmäßig zu spüren, wenn er Dinge behauptet, die ganz offensichtlich nicht stimmen. Diese Form der kollektiven Korrektur funktioniert aus meiner Sicht deutlich besser als jede staatliche oder privatwirtschaftliche Moderation.&lt;/p&gt;

&lt;h3 class="relative group"&gt;3. Auf X wird kaum zensiert
 &lt;div id="3-auf-x-wird-kaum-zensiert" class="anchor"&gt;&lt;/div&gt;
 
 &lt;span
 class="absolute top-0 w-6 transition-opacity opacity-0 -start-6 not-prose group-hover:opacity-100 select-none"&gt;
 &lt;a class="text-primary-300 dark:text-neutral-700 !no-underline" href="#3-auf-x-wird-kaum-zensiert" aria-label="Anker"&gt;#&lt;/a&gt;
 &lt;/span&gt;
 
&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Der dritte Punkt ist, dass auf X so gut wie keine Zensur stattfindet. Auch die früher sehr populären Blocklisten wurden entschärft. Es ist auf X kaum möglich, Meinungen zu unterdrücken. Das finde ich überwiegend gut. Meinung ist ein hohes Gut, und eine Demokratie muss Meinung aushalten können. Bis zu einem gewissen Grad natürlich.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class="relative group"&gt;Was mich an Bluesky und Mastodon stört
 &lt;div id="was-mich-an-bluesky-und-mastodon-stört" class="anchor"&gt;&lt;/div&gt;
 
 &lt;span
 class="absolute top-0 w-6 transition-opacity opacity-0 -start-6 not-prose group-hover:opacity-100 select-none"&gt;
 &lt;a class="text-primary-300 dark:text-neutral-700 !no-underline" href="#was-mich-an-bluesky-und-mastodon-st%c3%b6rt" aria-label="Anker"&gt;#&lt;/a&gt;
 &lt;/span&gt;
 
&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Genau das vermisse ich bei den anderen. Auf Bluesky finde ich die Blocklisten fürchterlich, in denen sich viele Leute darin gefallen, andere Meinungen von vornherein zu blockieren. So kann kein guter und offener Diskurs entstehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mastodon ist da schon weiter als andere Plattformen, was den öffentlichen Diskurs angeht. Aber auch an Mastodon habe ich Kritik. Je nachdem, auf welchem Server man sich befindet, wird man mehr oder weniger stark moderiert. Das Ganze basiert auf einem freiwilligen Prinzip, und als Nutzer dieses Servers kann man kaum etwas dagegen tun.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class="relative group"&gt;Warum ich trotzdem einen eigenen Server betreibe
 &lt;div id="warum-ich-trotzdem-einen-eigenen-server-betreibe" class="anchor"&gt;&lt;/div&gt;
 
 &lt;span
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 &lt;/span&gt;
 
&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Eine Zeit lang hatte ich sogar das Gefühl, selbst moderiert zu werden. Im Nachhinein hat sich das als falsch erwiesen. Trotzdem habe ich meinen eigenen, privaten Mastodon-Server aufgesetzt, damit ich wirklich das schreiben kann, was ich möchte, und mir niemand dazwischenfunkt. Ob meine Beiträge weitergereicht werden, liegt natürlich nicht in meiner Hand. Aber es ist ein gutes Gefühl, selbst moderieren zu können.&lt;/p&gt;</description><content:encoded><![CDATA[<p>Es gab eine Zeit, ungefähr von 2006 bis 2024, da war die Welt der Kurznachrichtendienste in Ordnung. Auf Twitter trafen sich alle an einem Ort. Dort wurde diskutiert und gestritten, getauscht und gezeigt, woran man gerade arbeitet. Genau das war die ursprüngliche Idee hinter Twitter: der Welt mitteilen, was man gerade tut. Ich finde diese Idee bis heute außerordentlich reizvoll.</p>
<p>Mit der Übernahme durch Elon Musk endete diese Zeit ziemlich abrupt.</p>

<h2 class="relative group">Nach Musk zerfiel alles in Bubbles
    <div id="nach-musk-zerfiel-alles-in-bubbles" class="anchor"></div>
    
    <span
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        <a class="text-primary-300 dark:text-neutral-700 !no-underline" href="#nach-musk-zerfiel-alles-in-bubbles" aria-label="Anker">#</a>
    </span>
    
</h2>
<p>Musk polarisierte die Plattform stark, durch sein Auftreten und durch sein Handeln. Sehr schnell entstanden Alternativen: Bluesky, Mastodon und Threads von Meta. Jede dieser Plattformen zog ihr eigenes Publikum an.</p>
<p>Auf X, ehemals Twitter, sind heute eher rechtskonservative und liberale Menschen unterwegs, dazu politisch Interessierte und politische Influencer. Auf Mastodon trifft man eher die Nerds, oft links und progressiv. Auf Bluesky sammelt sich die links-liberale Bubble. Und auf Threads verirren sich jene, die neben Instagram noch einen weiteren Kanal brauchen, um nach Sichtbarkeit zu heischen: eine Art LinkedIn in Form eines Kurznachrichtendienstes.</p>

<h2 class="relative group">Warum ich bei X geblieben bin
    <div id="warum-ich-bei-x-geblieben-bin" class="anchor"></div>
    
    <span
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        <a class="text-primary-300 dark:text-neutral-700 !no-underline" href="#warum-ich-bei-x-geblieben-bin" aria-label="Anker">#</a>
    </span>
    
</h2>
<p>Warum bin ich also weiter auf X unterwegs? Dafür gibt es mehrere Gründe.</p>

<h3 class="relative group">1. Ich sehe früher, was in der Welt passiert
    <div id="1-ich-sehe-früher-was-in-der-welt-passiert" class="anchor"></div>
    
    <span
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        <a class="text-primary-300 dark:text-neutral-700 !no-underline" href="#1-ich-sehe-fr%c3%bcher-was-in-der-welt-passiert" aria-label="Anker">#</a>
    </span>
    
</h3>
<p>Ich habe den Eindruck, dass ich auf X früher und besser sehe, was in der Welt passiert, als auf anderen Plattformen. Das war schon immer eine Stärke von Twitter. Katastrophen und politische Ereignisse werden dort zuerst und in hoher Qualität ausgetauscht. Man findet dort auch Dinge, die in den öffentlich-rechtlichen Medien aus meiner Sicht unterrepräsentiert sind. Man möchte das Volk nicht beunruhigen. Daran ist leider etwas Wahres. Und auf X können Politiker jeder Couleur ihre Meinung kundtun.</p>

<h3 class="relative group">2. Die Community Notes funktionieren erstaunlich gut
    <div id="2-die-community-notes-funktionieren-erstaunlich-gut" class="anchor"></div>
    
    <span
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        <a class="text-primary-300 dark:text-neutral-700 !no-underline" href="#2-die-community-notes-funktionieren-erstaunlich-gut" aria-label="Anker">#</a>
    </span>
    
</h3>
<p>Damit komme ich zum zweiten Punkt, der mir an X sehr gut gefällt. X ist die einzige Plattform mit Community Notes. Die Teilnehmer können einen Beitrag selbst einordnen und richtigstellen. Das funktioniert überraschend gut. Selbst Elon Musk bekommt das regelmäßig zu spüren, wenn er Dinge behauptet, die ganz offensichtlich nicht stimmen. Diese Form der kollektiven Korrektur funktioniert aus meiner Sicht deutlich besser als jede staatliche oder privatwirtschaftliche Moderation.</p>

<h3 class="relative group">3. Auf X wird kaum zensiert
    <div id="3-auf-x-wird-kaum-zensiert" class="anchor"></div>
    
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        <a class="text-primary-300 dark:text-neutral-700 !no-underline" href="#3-auf-x-wird-kaum-zensiert" aria-label="Anker">#</a>
    </span>
    
</h3>
<p>Der dritte Punkt ist, dass auf X so gut wie keine Zensur stattfindet. Auch die früher sehr populären Blocklisten wurden entschärft. Es ist auf X kaum möglich, Meinungen zu unterdrücken. Das finde ich überwiegend gut. Meinung ist ein hohes Gut, und eine Demokratie muss Meinung aushalten können. Bis zu einem gewissen Grad natürlich.</p>

<h2 class="relative group">Was mich an Bluesky und Mastodon stört
    <div id="was-mich-an-bluesky-und-mastodon-stört" class="anchor"></div>
    
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    </span>
    
</h2>
<p>Genau das vermisse ich bei den anderen. Auf Bluesky finde ich die Blocklisten fürchterlich, in denen sich viele Leute darin gefallen, andere Meinungen von vornherein zu blockieren. So kann kein guter und offener Diskurs entstehen.</p>
<p>Mastodon ist da schon weiter als andere Plattformen, was den öffentlichen Diskurs angeht. Aber auch an Mastodon habe ich Kritik. Je nachdem, auf welchem Server man sich befindet, wird man mehr oder weniger stark moderiert. Das Ganze basiert auf einem freiwilligen Prinzip, und als Nutzer dieses Servers kann man kaum etwas dagegen tun.</p>

<h2 class="relative group">Warum ich trotzdem einen eigenen Server betreibe
    <div id="warum-ich-trotzdem-einen-eigenen-server-betreibe" class="anchor"></div>
    
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        <a class="text-primary-300 dark:text-neutral-700 !no-underline" href="#warum-ich-trotzdem-einen-eigenen-server-betreibe" aria-label="Anker">#</a>
    </span>
    
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<p>Eine Zeit lang hatte ich sogar das Gefühl, selbst moderiert zu werden. Im Nachhinein hat sich das als falsch erwiesen. Trotzdem habe ich meinen eigenen, privaten Mastodon-Server aufgesetzt, damit ich wirklich das schreiben kann, was ich möchte, und mir niemand dazwischenfunkt. Ob meine Beiträge weitergereicht werden, liegt natürlich nicht in meiner Hand. Aber es ist ein gutes Gefühl, selbst moderieren zu können.</p>
]]></content:encoded><media:content xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://draft.meinung.andreclaassen.de/posts/2026-07-10-warum-ich-weiter-auf-x-bin/cover.jpg"/></item><item><title>Karsten Wildberger auf der re:publiyca 26</title><link>https://draft.meinung.andreclaassen.de/posts/2026-06-29-wildberger-auf-der-republica/</link><pubDate>Sat, 27 Jun 2026 00:00:00 +0000</pubDate><author>info@andreclaassen.de (André Claaßen)</author><guid>https://draft.meinung.andreclaassen.de/posts/2026-06-29-wildberger-auf-der-republica/</guid><description>&lt;p&gt;Digitalisierungsminister sind gern gesehene Gäste auf der re:publica. Vom Amtssitz zum Veranstaltungsgelände ist es dann auch nur ein Katzensprung. Und ein Minister, der die auf der re:publica gewünschten Vokabeln abspult, ist umso besser.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dennoch, die vier Stoßrichtungen gefallen mir:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Regulierung&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Plattform&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Code&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;KI&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Für mich sind folgende Dinge ein Highlight:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Der Deutschland-Stack und der Wille, in eine eigene Plattform zu investieren, ist der richtige Weg. Das hätten wir vor 10 Jahren schon haben können.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Die versprochene Möglichkeit, dass auf dieser Plattform auch die freie Wirtschaft und Startups arbeiten können, mag ich.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Public Money, Public Coder unterstütze ich auch. Nochmehr unterstütze ich den Anspruch, eine Community um das Thema zu bilden.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;KI, die deutsch-kanadische Partnerschaft macht neugierig.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Der Fokus auf messbare Wirkung ist auch gut.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Dennoch, eine Rede zu halten, mit vielen Ankündigungen und Aktivitäten mag ich nicht so sehr. Und für einen ehemaligen Metro-Chef, ist mir da zu viel Kapitalismuskritiker drin.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=846w4ATGFao" target="_blank" rel="noreferrer"&gt;https://www.youtube.com/watch?v=846w4ATGFao&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description><content:encoded><![CDATA[<p>Digitalisierungsminister sind gern gesehene Gäste auf der re:publica. Vom Amtssitz zum Veranstaltungsgelände ist es dann auch nur ein Katzensprung. Und ein Minister, der die auf der re:publica gewünschten Vokabeln abspult, ist umso besser.</p>
<p>Dennoch, die vier Stoßrichtungen gefallen mir:</p>
<ul>
<li>Regulierung</li>
<li>Plattform</li>
<li>Code</li>
<li>KI</li>
</ul>
<p>Für mich sind folgende Dinge ein Highlight:</p>
<ul>
<li>Der Deutschland-Stack und der Wille, in eine eigene Plattform zu investieren, ist der richtige Weg. Das hätten wir vor 10 Jahren schon haben können.</li>
<li>Die versprochene Möglichkeit, dass auf dieser Plattform auch die freie Wirtschaft und Startups arbeiten können, mag ich.</li>
<li>Public Money, Public Coder unterstütze ich auch. Nochmehr unterstütze ich den Anspruch, eine Community um das Thema zu bilden.</li>
<li>KI, die deutsch-kanadische Partnerschaft macht neugierig.</li>
<li>Der Fokus auf messbare Wirkung ist auch gut.</li>
</ul>
<p>Dennoch, eine Rede zu halten, mit vielen Ankündigungen und Aktivitäten mag ich nicht so sehr. Und für einen ehemaligen Metro-Chef, ist mir da zu viel Kapitalismuskritiker drin.</p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=846w4ATGFao"  target="_blank" rel="noreferrer">https://www.youtube.com/watch?v=846w4ATGFao</a></p>
]]></content:encoded></item><item><title>Ich möchte ein Post schreiben über das Buch,</title><link>https://draft.meinung.andreclaassen.de/posts/2026-06-20-ich-moechte-ein-post-schreiben-ueber-das-buch/</link><pubDate>Sat, 20 Jun 2026 00:00:00 +0000</pubDate><author>info@andreclaassen.de (André Claaßen)</author><guid>https://draft.meinung.andreclaassen.de/posts/2026-06-20-ich-moechte-ein-post-schreiben-ueber-das-buch/</guid><description>&lt;p&gt;Ich möchte ein Post schreiben über das Buch, die unendliche Geschichte und die drei Tief Sinnigen und muss sagen, dass es wirklich wunderbar ist, zu lesen&lt;/p&gt;</description><content:encoded>&lt;p>Ich möchte ein Post schreiben über das Buch, die unendliche Geschichte und die drei Tief Sinnigen und muss sagen, dass es wirklich wunderbar ist, zu lesen&lt;/p>
</content:encoded></item><item><title>Ist es in Europa wirklich verpönt, erfolgreich zu sein?</title><link>https://draft.meinung.andreclaassen.de/posts/2026-06-20-ist-es-in-europa-wirklich-verpoent-erfolgreich-zu-sein/</link><pubDate>Sat, 20 Jun 2026 00:00:00 +0000</pubDate><author>info@andreclaassen.de (André Claaßen)</author><guid>https://draft.meinung.andreclaassen.de/posts/2026-06-20-ist-es-in-europa-wirklich-verpoent-erfolgreich-zu-sein/</guid><description>&lt;p&gt;&lt;a href="https://x.com/jawwwn_/status/2067988144415215637?s=12" target="_blank" rel="noreferrer"&gt;https://x.com/jawwwn_/status/2067988144415215637?s=12&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description><content:encoded>&lt;p>&lt;a href="https://x.com/jawwwn_/status/2067988144415215637?s=12"  target="_blank" rel="noreferrer">https://x.com/jawwwn_/status/2067988144415215637?s=12&lt;/a>&lt;/p>
</content:encoded></item><item><title>Ein Anfang</title><link>https://draft.meinung.andreclaassen.de/posts/2026-06-19-erster-beitrag/</link><pubDate>Fri, 19 Jun 2026 00:00:00 +0000</pubDate><author>info@andreclaassen.de (André Claaßen)</author><guid>https://draft.meinung.andreclaassen.de/posts/2026-06-19-erster-beitrag/</guid><description>&lt;p&gt;Dies ist der erste Beitrag auf diesem Blog. Er steht hier vor allem, um zu prüfen, dass alles
läuft: die Lesespalte schmal und ruhig, die Schrift ein Serif zum Lesen, der Feed mit dem
ganzen Text statt nur einem Teaser.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Warum dieser Blog? Weil ich einen Ort wollte, an dem ich schreiben kann, ohne dass die Beratung
mitliest. Ein Denkraum jenseits von OKR, WiBe und öffentlicher Verwaltung. Hier darf ein
Gedanke auch mal halbfertig sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was hier entsteht, weiß ich noch nicht genau. Das ist Teil des Reizes. Wer mitlesen mag,
abonniert den &lt;a href="https://draft.meinung.andreclaassen.de/index.xml" &gt;RSS-Feed&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;</description><content:encoded><![CDATA[<p>Dies ist der erste Beitrag auf diesem Blog. Er steht hier vor allem, um zu prüfen, dass alles
läuft: die Lesespalte schmal und ruhig, die Schrift ein Serif zum Lesen, der Feed mit dem
ganzen Text statt nur einem Teaser.</p>
<p>Warum dieser Blog? Weil ich einen Ort wollte, an dem ich schreiben kann, ohne dass die Beratung
mitliest. Ein Denkraum jenseits von OKR, WiBe und öffentlicher Verwaltung. Hier darf ein
Gedanke auch mal halbfertig sein.</p>
<p>Was hier entsteht, weiß ich noch nicht genau. Das ist Teil des Reizes. Wer mitlesen mag,
abonniert den <a href="/index.xml" >RSS-Feed</a>.</p>
]]></content:encoded></item><item><title>Mein Meinungsblog</title><link>https://draft.meinung.andreclaassen.de/posts/2026-06-19-der-meinungsblog/</link><pubDate>Fri, 19 Jun 2026 00:00:00 +0000</pubDate><author>info@andreclaassen.de (André Claaßen)</author><guid>https://draft.meinung.andreclaassen.de/posts/2026-06-19-der-meinungsblog/</guid><description>&lt;p&gt;Das ist ein Experiment. Ich möchte schreiben, und zwar nicht nur über Dinge in meinem beruflichen Kontext, sondern über Themen, die mich gerade bewegen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dieser Meinungsblog hat bewusst, zumindest zu Beginn, keinen Themenschwerpunkt. Der Blog kann über mein Privatleben, meine Gefühle, aber auch Themen aus Politik, Wirtschaft und Technik handeln.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich werde Meinungen vertreten, an denen Du und andere Leser sich reiben. Es wird Artikel geben, die Empörung und Begeisterung ausrufen. Vieles wird nur wenige Menschen interessieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich schreibe für mich. Und ich halte mich an einer Aussage von Niklas Luhmann, den großen Sozialwissenschaftler fest:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Schreiben verfestigt die Gedanken&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;Genauso ist es, sogar bei sehr unausgegorenen Gedanken.&lt;/p&gt;</description><content:encoded><![CDATA[<p>Das ist ein Experiment. Ich möchte schreiben, und zwar nicht nur über Dinge in meinem beruflichen Kontext, sondern über Themen, die mich gerade bewegen.</p>
<p>Dieser Meinungsblog hat bewusst, zumindest zu Beginn, keinen Themenschwerpunkt. Der Blog kann über mein Privatleben, meine Gefühle, aber auch Themen aus Politik, Wirtschaft und Technik handeln.</p>
<p>Ich werde Meinungen vertreten, an denen Du und andere Leser sich reiben. Es wird Artikel geben, die Empörung und Begeisterung ausrufen. Vieles wird nur wenige Menschen interessieren.</p>
<p>Ich schreibe für mich. Und ich halte mich an einer Aussage von Niklas Luhmann, den großen Sozialwissenschaftler fest:</p>
<blockquote><p>Schreiben verfestigt die Gedanken</p>
</blockquote><p>Genauso ist es, sogar bei sehr unausgegorenen Gedanken.</p>
]]></content:encoded></item><item><title>Wird W-social das große neue große Ding?</title><link>https://draft.meinung.andreclaassen.de/posts/2026-06-20-wird-w-social-das-neue-grosse-ding/</link><pubDate>Fri, 19 Jun 2026 00:00:00 +0000</pubDate><author>info@andreclaassen.de (André Claaßen)</author><guid>https://draft.meinung.andreclaassen.de/posts/2026-06-20-wird-w-social-das-neue-grosse-ding/</guid><description>&lt;p&gt;Ein neues soziales Netzwerk öffnet die Tore. &lt;strong&gt;W-Social&lt;/strong&gt; ist sein Name und das &lt;strong&gt;W&lt;/strong&gt; hat seine Bedeutung. Es steht vor &lt;strong&gt;X&lt;/strong&gt;, dem Social Network von Elon Musk (ehemals Twitter). Aus dem &lt;strong&gt;W&lt;/strong&gt; wiederum lassen sich die beiden Buchstaben &lt;strong&gt;VV&lt;/strong&gt; ableiten. Diese stehen für &lt;strong&gt;Value&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;Verify&lt;/strong&gt;. Verify ist das USP des Netzwerkes. Alle Teilnehmer müssen sich über ein Live-Video und einen Ausweis identifizieren, sonst ist der Zugang versperrt. Dabei werden (angeblich) die Identitätsmerkmale gelöscht und durch ein Token ersetzt. Der Code der Plattform ist, im Unterschied zu Mastodon im Fediverse, proprietär und verschlossen. Das Geschäftsmodell soll Werbung sein, ist aber aus heutiger Sicht unklar.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Durch die Verwendung des von Bluesky erfundenen AT-Protokolls, sind die Nutzer von Blueskys sofort dabei. Damit ist das neue Netz zu Beginn keine Geisterstadt, was eigentlich gut ist. Es gibt aber auch einen geschlossenen Bereich in w-social, in dem nur „die identifizierten Mitglieder von w-social“ dabei sind. Also, um es polemisch zu sagen, es sind die blauen Häkchen von X, die aber diesmal funktionieren sollen.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class="relative group"&gt;Wer steht hinter der Plattform?
 &lt;div id="wer-steht-hinter-der-plattform" class="anchor"&gt;&lt;/div&gt;
 
 &lt;span
 class="absolute top-0 w-6 transition-opacity opacity-0 -start-6 not-prose group-hover:opacity-100 select-none"&gt;
 &lt;a class="text-primary-300 dark:text-neutral-700 !no-underline" href="#wer-steht-hinter-der-plattform" aria-label="Anker"&gt;#&lt;/a&gt;
 &lt;/span&gt;
 
&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Hinter der Plattform stehen&lt;/p&gt;
&lt;figure class="toot-card"&gt;
 &lt;a class="toot-card__author" href="https://norden.social/@AgilePreacher" rel="nofollow noopener" target="_blank"&gt;&lt;img class="toot-card__avatar" src="https://draft.meinung.andreclaassen.de/posts/2026-06-20-wird-w-social-das-neue-grosse-ding/toot-116777641286960813-avatar.jpeg" alt="" width="48" height="48" loading="lazy"&gt;&lt;span class="toot-card__names"&gt;
 &lt;span class="toot-card__name"&gt;Jörg M.&lt;/span&gt;
 &lt;span class="toot-card__handle"&gt;@AgilePreacher@norden.social&lt;/span&gt;
 &lt;/span&gt;
 &lt;/a&gt;&lt;div class="toot-card__content"&gt;
 &lt;p&gt;&lt;span class="h-card" translate="no"&gt;&lt;a href="https://zdf.social/@3sat" class="u-url mention"&gt;@&lt;span&gt;3sat&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Och Leute, kein einziges Wort darüber, dass W-Social schlagartig kein Open Source mehr ist? &lt;br /&gt;Dass sie in einer Nacht-und-Nebel Aktion sämtlichen Code bei GitHub gelöscht haben, was sonst niemand tut?&lt;br /&gt;Oder darüber, dass im Advisory Board einige fragwürdige BigTech-Leute aus dem Silicon Valley und Faschisten- Sympatisanten sitzen?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Seid ihr gekauft worden?&lt;/p&gt;
 &lt;/div&gt;&lt;div class="toot-card__media"&gt;&lt;img src="https://draft.meinung.andreclaassen.de/posts/2026-06-20-wird-w-social-das-neue-grosse-ding/toot-116777641286960813-media-1.jpg" alt="" loading="lazy"&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class="toot-card__footer"&gt;
 &lt;time datetime="2026-06-19T16:09:55.614Z"&gt;19. Juni 2026&lt;/time&gt;
 &lt;span class="toot-card__counts"&gt;
 7&amp;nbsp;Antw. · 13&amp;nbsp;Boosts · 21&amp;nbsp;Favs
 &lt;/span&gt;
 &lt;a class="toot-card__source" href="https://norden.social/@AgilePreacher/116777641286960813" rel="nofollow noopener" target="_blank"&gt;Auf Mastodon ansehen&lt;/a&gt;
 &lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Dennoch bleibt die Frage, warum sollte man sich das antun?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich gebe zu, dass ich nach etwas nachdenken, es gut finde, dass es zumindest ein Netzwerk gibt, bei dem sich alle Nutzer identifizieren. Es wird niemand dazu gezwungen, da es genug etablierte Alternativen gibt, aber hier ist ein Ort für (hoffentlich) echte Menschen. Diese dürfen, auch nach Identifikation völlig anonym auftreten und alle denkbaren Ansichten vertreten. Als Fan der Meinungsfreiheit, finde ich das auch erst einmal richtig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich finde es weiterhin auch gut, dass es keine Blocklisten gibt. Blocklisten widersprechen der Meinungsfreiheit und verhindern Diskurs. Ich bin sowohl auf X, als auch auf Mastodon unterwegs. Tatsächlich muss ich sagen, dass trotz teilweiser sehr unsachlichen Kommentaren, ich auf X eher das Gefühl habe, mich äußern zu können. Auf Mastodon schwingt die Blockkeule schneller, als man denkt. Sowohl von Usern, als auch von Administratoren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Blocklisten widersprechen der Idee der Meinungsfreiheit. Ich möchte weder linke noch rechte Meinungen gefiltert sehen.
Ich halte mich und die anderen Teilnehmer für souverän genug, dass diese selbst über das Folgen bestimmen. Jeder soll selbst entscheiden, welche Inhalte interessieren und welche nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich mag an w-social auch, dass die Server in Europa stehen und damit den Datenschutzinteressen der Europäischen Union genügen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wo Licht ist, ist auch Schatten. Die fehlende Interoperabilität mit dem Fediverse betrachte ich als Nachteil. Diese offene dezentrale Alternative wird ignoriert und es wird sogar so getan, als ob das Fediverse nicht existiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schlecht finde ich auch, dass w-social proprietär ist. Warum ist der Quellcode nicht offen? Warum werden die Algorithmen nicht offen gelegt. Selbst X ist hier weiter, trotz aller Kritik.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dennoch, ich habe mich entschlossen. Ich werde diesem Netzwerk eine Chance geben. Es könnte eine veritable Alternative zu X werden. W-Social könnte vielleicht für Politik, Journalismus und offenen Diskurs auch unangenehmer Themen eine gute Plattform werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich bin, sozusagen auf der Warteliste und gebe eine Chance. Mehr aber auch nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was ist deine oder eure Meinung von w-social? Schreibe einen Kommentar auf Mastodon.&lt;/p&gt;</description><content:encoded><![CDATA[<p>Ein neues soziales Netzwerk öffnet die Tore. <strong>W-Social</strong> ist sein Name und das <strong>W</strong> hat seine Bedeutung. Es steht vor <strong>X</strong>, dem Social Network von Elon Musk (ehemals Twitter). Aus dem <strong>W</strong> wiederum lassen sich die beiden Buchstaben <strong>VV</strong> ableiten. Diese stehen für <strong>Value</strong> und <strong>Verify</strong>. Verify ist das USP des Netzwerkes. Alle Teilnehmer müssen sich über ein Live-Video und einen Ausweis identifizieren, sonst ist der Zugang versperrt. Dabei werden (angeblich) die Identitätsmerkmale gelöscht und durch ein Token ersetzt. Der Code der Plattform ist, im Unterschied zu Mastodon im Fediverse, proprietär und verschlossen. Das Geschäftsmodell soll Werbung sein, ist aber aus heutiger Sicht unklar.</p>
<p>Durch die Verwendung des von Bluesky erfundenen AT-Protokolls, sind die Nutzer von Blueskys sofort dabei. Damit ist das neue Netz zu Beginn keine Geisterstadt, was eigentlich gut ist.  Es gibt aber auch einen geschlossenen Bereich in w-social, in dem nur „die identifizierten Mitglieder von w-social“ dabei sind. Also, um es polemisch zu sagen, es sind die blauen Häkchen von X, die aber diesmal funktionieren sollen.</p>

<h2 class="relative group">Wer steht hinter der Plattform?
    <div id="wer-steht-hinter-der-plattform" class="anchor"></div>
    
    <span
        class="absolute top-0 w-6 transition-opacity opacity-0 -start-6 not-prose group-hover:opacity-100 select-none">
        <a class="text-primary-300 dark:text-neutral-700 !no-underline" href="#wer-steht-hinter-der-plattform" aria-label="Anker">#</a>
    </span>
    
</h2>
<p>Hinter der Plattform stehen</p>
<figure class="toot-card">
  <a class="toot-card__author" href="https://norden.social/@AgilePreacher" rel="nofollow noopener" target="_blank"><img class="toot-card__avatar" src="/posts/2026-06-20-wird-w-social-das-neue-grosse-ding/toot-116777641286960813-avatar.jpeg" alt="" width="48" height="48" loading="lazy"><span class="toot-card__names">
      <span class="toot-card__name">Jörg M.</span>
      <span class="toot-card__handle">@AgilePreacher@norden.social</span>
    </span>
  </a><div class="toot-card__content">
    <p><span class="h-card" translate="no"><a href="https://zdf.social/@3sat" class="u-url mention">@<span>3sat</span></a></span><br />Och Leute, kein einziges Wort darüber, dass W-Social schlagartig kein Open Source mehr ist? <br />Dass sie in einer Nacht-und-Nebel Aktion sämtlichen Code bei GitHub gelöscht haben, was sonst niemand tut?<br />Oder darüber, dass im Advisory Board einige fragwürdige BigTech-Leute aus dem Silicon Valley und Faschisten- Sympatisanten sitzen?</p><p>Seid ihr gekauft worden?</p>
  </div><div class="toot-card__media"><img src="/posts/2026-06-20-wird-w-social-das-neue-grosse-ding/toot-116777641286960813-media-1.jpg" alt="" loading="lazy"></div><figcaption class="toot-card__footer">
    <time datetime="2026-06-19T16:09:55.614Z">19. Juni 2026</time>
    <span class="toot-card__counts">
      7&nbsp;Antw. · 13&nbsp;Boosts · 21&nbsp;Favs
    </span>
    <a class="toot-card__source" href="https://norden.social/@AgilePreacher/116777641286960813" rel="nofollow noopener" target="_blank">Auf Mastodon ansehen</a>
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<p>Dennoch bleibt die Frage, warum sollte man sich das antun?</p>
<p>Ich gebe zu, dass ich nach etwas nachdenken, es gut finde, dass es zumindest ein Netzwerk gibt, bei dem sich alle Nutzer identifizieren. Es wird niemand dazu gezwungen, da es genug etablierte Alternativen gibt, aber hier ist ein Ort für (hoffentlich) echte Menschen. Diese dürfen, auch nach Identifikation völlig anonym auftreten und alle denkbaren Ansichten vertreten. Als Fan der Meinungsfreiheit, finde ich das auch erst einmal richtig.</p>
<p>Ich finde es weiterhin auch gut, dass es keine Blocklisten gibt. Blocklisten widersprechen der Meinungsfreiheit und verhindern Diskurs. Ich bin sowohl auf X, als auch auf Mastodon unterwegs. Tatsächlich muss ich sagen, dass trotz teilweiser sehr unsachlichen Kommentaren, ich auf X eher das Gefühl habe, mich äußern zu können. Auf Mastodon schwingt die Blockkeule schneller, als man denkt. Sowohl von Usern, als auch von Administratoren.</p>
<p>Blocklisten widersprechen der Idee der Meinungsfreiheit. Ich möchte weder linke noch rechte Meinungen gefiltert sehen.
Ich halte mich und die anderen Teilnehmer für souverän genug, dass diese selbst über das Folgen bestimmen. Jeder soll selbst entscheiden, welche Inhalte interessieren und welche nicht.</p>
<p>Ich mag an w-social auch, dass die Server in Europa stehen und damit den Datenschutzinteressen der Europäischen Union genügen.</p>
<p>Wo Licht ist, ist auch Schatten.  Die fehlende Interoperabilität mit dem Fediverse betrachte ich als Nachteil. Diese offene dezentrale Alternative wird ignoriert und es wird sogar so getan, als ob das Fediverse nicht existiert.</p>
<p>Schlecht finde ich auch, dass w-social proprietär ist. Warum ist der Quellcode nicht offen? Warum werden die Algorithmen nicht offen gelegt. Selbst X ist hier weiter, trotz aller Kritik.</p>
<p>Dennoch, ich habe mich entschlossen. Ich werde diesem Netzwerk eine Chance geben. Es könnte eine veritable Alternative zu X werden. W-Social könnte vielleicht für Politik, Journalismus und offenen Diskurs auch unangenehmer Themen eine gute Plattform werden.</p>
<p>Ich bin, sozusagen auf der Warteliste und gebe eine Chance. Mehr aber auch nicht.</p>
<p>Was ist deine oder eure Meinung von w-social? Schreibe einen Kommentar auf Mastodon.</p>
]]></content:encoded></item></channel></rss>